Sportlerehrung

Großes Aufgebot an siegreichen Sportlern bei der jährlichen Sportlerehrung. Weltmeister, Deutsche Meister und Hessenmeister waren die Titel der vielen Hassianer, die zahlreich präsent waren. Die zweistündige Ehrung in der Kongresshalle fand ihren Ausklang mit einem großen Buffet.

Eine der vielen Hassianer, Ulrike Rühl

Vom Kinderrudern zur Weltklasse

Link zum Podcast beim Hessischen Rundfunk:  Podcast Hessischer Rundfunk

Gießen – letzter Tag im Jahr 2019, ein besonderes Jahr für Marc Weber und seinen Ruderclub Hassia 1906 e.V. „Historisch“ hat sein Vorsitzender Kai Frenzel den Sieg bei der U23 WM im Männer Einer für den Verein bezeichnet als der Wahl-Butzbacher und Hassianer Weber mit seiner Goldmedaille im August von der WM zurückkehrte. Auch ein Höhepunkt für den Deutschen Ruderverband, der nunmehr auf Webers Kampfstärke und Durchhaltevermögen im Olympiateam Männer Skull am Bundesstützpunkt in Hamburg/Ratzeburg zurückgreifen kann. 

Seit Oktober befindet sich Marc Weber im Bundesstützpunk der Nationalmannschaft und muss sich regelmäßigen Leistungsüberprüfungen im Team von neun Skullern unterziehen, um die stärksten sechs für die Boote im Doppelzweier und Doppelvierer zu finden. Ein Ersatzmann darf als siebter mit nach Tokio. „Wie groß sind Ihre Chancen, in Tokio dabei zu sein?“ – eine der vielen Fragen, denen sich Marc Weber beim Pressegespräch mit Klaus Pradella vom Hessischen Rundfunk am Silvestertag gestellt hat. „Die Chancen sind ganz gut, bisher habe ich bei den Leistungsüberprüfungen gut abgeschnitten und liege im Vergleich auf den vorderen Plätzen, sowohl auf demErgometer als auch auf dem Wasser, wo die Überprüfung im Einer stattfindet“, so Marc Weber. Obwohl mit 23 Jahren der Jüngste im Kader, verfügt Marc Weber dennoch bereits über einige Jahre Rennerfahrung auf internationalem Niveau angefangen mit der Vizeweltmeisterschaft im Doppelvierer der Juniorenklasse U19 im Jahr 2015. Seit 2017 vertritt Weber die deutschen Farben im U23 Männereiner, anerkannt der Bootsklasse mit dem höchsten Wettkampfniveau dieser Altersklasse. Bereits mit 20 Jahren qualifizierte er sich für das B-Finale, im Jahr 2018 wurde er Vizeweltmeister, im Jahr 2019 Weltmeister im Männereiner U23. Diese internationalen Erfolge haben ihm sichtbar Abgeklärtheit und Routine gegeben. Gerade im WM-Finale 2019 kam ihm dies auf den letzten 300 Metern vor dem Ziel für alle sichtbar zu Gute. Die vehementen Angriffe des griechischen Bootes abzuwehren, bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit noch einmal die Schlagzahl zu erhöhen, dennoch sauber zu rudern und am Ende als Erster den Bugball über die Ziellinie zu bringen, das war der Unterschied zum Vorjahr, als es schon zu Silber in dieser stärksten aller Bootsklassen reichte. 

 Der Gewinn der U23-Weltmeisterschaft öffnete Marc Weber die Tür, sich der Selektion für Tokio 2020 zu stellen und noch einen Platz im Olympiateam zu ergattern. Sich in einem neuen Umfeld zu etablieren, das war die erste neue Herausforderung für Marc Weber. Der 23-jährige Butzbacher trainiert seit Oktober 2019 unter Profibedingungen bis zu 20 Einheiten in der Woche, wenn nicht am Bundesstützpunkt in Hamburg/Ratzeburg, dann in Trainingslagern, zuletzt in Portugal. Der Verband stellt Trainer und medizinische Betreuung, den Rest muss der junge Student der JLU Gießen jedoch selber mitbringen. Unterkunft, Transfer nach Hamburg, Bootsmaterial, hier ist Hilfe des Vereins und ein Netzwerk an Unterstützern notwendig. 

 Dass Weber neben Studium und Hochleistungsrudern auch noch die Kinder und Jugendlichen des Vereins bei jeder möglichen Gelegenheit mit den beiden Kindertrainern betreut, sagt viel über die Ethik des Mark Weber aus und darüber, wie tief er in den Verein seit dem Kinderrudern integriert ist. Am letzten Tag im Jahr ließ er es sich nicht nehmen eine Einheit auf dem Wasser für die Kinder zu organisieren – „die wollten unbedingt raus, dann hab ich da halt mitgemacht“ so Marc Weber, bevor in den engen Kraftraum des Vereins verschwand, um die letzte Krafteinheit im Jahr 2019 zu bestreiten.

Das Jahr 2020 wird ein anderes für Weber, egal wie es sportlich ausgehen wird. 

 

Bild: von links: Klaus Pradella (Hessischer Rudfunk) und Marc Weber (RC Hassia Gießen) im Pressegespräch an Silvester. 

 

Hassia gut zu Fuß

Auch das Jahr 2020 wurde traditionell mit der Hassia Winterwanderung begonnen. Gut 40 Hassianer wanderten von Gießen über Wißmar nach Gießen zurück und kehrten beim Marine Verein ein.

Es wurde viel gesprochen und Jung und Alt betrachteten die Lahn vom Ufer, demnächst dann wieder gerne auf dem Wasser beim Rudern und Paddeln.

Das war 2019

Das Hassia-Jahr 2019 war wieder voll von erfolgreichen sportlichen Erlebnissen und einer Vielzahl schöner gesellschaftlicher Ereignisse. Nicht erst in der Rückschau wird deutlich, welch aktiver und lebendiger Verein unsere Hassia ist.
Getragen von einer Vielzahl sehr engagierter Mitglieder, war die Hassia auch im vergangenen Jahr definitiv wieder ein „Place to be“. An dieser Stelle einmal mehr vielen herzlichen Dank an alle Mitglieder, die uns 2019 tatkräftig und/oder auch monetär unterstützt haben. Die Hassia ist ein klassischer Verein, der mehr denn je vom „Mitmachen“ lebt. Ohne Eure Unterstützung wäre alles nichts!

Wir wünschen allen unseren Mitgliedern ein gesundes, friedliches und zufriedenes Jahr 2020

Euer Vorstand

cropped-2017-01-06-15-02-36_preview.jpg

Ein Überblick über die wesentlichen Ereignisse des Jahres 2019 aus (unvollständiger) Sicht des Vorstands:

Organisation und Durchführung

–        Pfingstregatta (im Verbund mit Regattaverein, GRG, Hellas)

–        16. Gießener Drachenbootcup

–        4. Drachenbootcup die Hessischen Landkreise

–        Training von 18 externen Drachenbootteams

–        Teilnahme Sport in der City

Teambuilding / gesellschaftliche Events

–        Winterwanderung

–        Vortrag „Gießener Ansichten“ bei vollem Hassia Saal

–        Maifeuer

–        Hassia-Skifreizeit

–        Jugendfreizeit in Berlin

–        Sommerevent „Wassersport auf der Lahn“ mit Grillparty

–        Jahresabschlussfeier

–        Mitgliederversammlung

Aktivitäten am Haus

–        Entkernung Kegelbahn (100% Eigenleistung)

–        Schaffung Notüberlauf Flachdach (Prävention weiterer Wasserschäden)

–        Erneuerung und Erweiterung Zaunanlage

–        Einrichtung Platz für Mülltonnen

–        Reparatur KWK-Anlage (nach Totalschanden des Motors)

–        Sanierung der Elektroinstallation in Küche Gaststätte

–        2 allgemeine Arbeitsdienste mit Pflege der Außenanlagen und Hallen

Bestandsänderungen Bootspark

–        Ausmusterung von 4 Bestandsbooten (seit Jahren ungenutzt oder defekt)

–        Anschaffung  2 Ruderboote (Einer) und 2 Drachenboote

Investitionen in Infrastruktur und Instandhaltungsmaßnahmen

–        Beide Honda-Bootsmotoren zum Service

–        Erneuerung der Kupplung und Jahresinspektion Vereinsbus

–        Erneuerung Stützrad Anhänger durch ein Automatikrad mit hoher Tragkraft

–        Reparatur Handbremse Anhänger (Eigenleistung)

–        Diverse kleinere Bootsreparaturen (Eigenleistung)

–        Genehmigung Dachtransporte für den Vereinsbus

–       Anschaffung Festzelt

–        Anschaffung Dachträger für Bootstransport

Verwaltung

–        Prüfen und Umstellung des gesamten Versicherungsbestands

–        Stellen diverser Anträge zur Sportförderung 2020 und Betrieb des Vereinsheims

–        Abstimmung des gemeinsamen Projekts Gießen-Achter mit der Rudergesellschaft

–        Ausarbeitung Vorschläge zur Sportlerehrung

–        Mitgliederverwaltung

–        Kassenführung

–        Sicherstellung der regelmäßigen Reinigung des Bootshauses

 Sport

– viele viele Siege im In- und Ausland, davon Deutsche Meister,

Europameister ja und sogar Weltmeister

– Höhepunkt: U23 WM Sieg von Marc Weber im Männer Einer

– Reger Trainingsbetrieb im gesamten Jahr 2020 – Altersspanne 8-80 Jahre

– Neuaufbau des Kinderrudern unter neuer Leitung

 

 

Jahresabschluss Hassia Jugend

Die Kinder-und Jugendgruppe der Hassia-Ruderer hat sich zum Jahresausklang in der Bubble-Ball Halle in Linden getroffen. Gemeinsam mit ihren drei Betreuern Sina Knefel, Jannik Reiting und Marc Weber wurde nicht nur Ball gespielt. Es wurde auch ausgiebig getestet, was passiert,  wenn man in vollem Tempo gegeneinander läuft. Die Erkenntnisse aus dem Physikunterricht ließen sich nicht widerlegen: auch unter Hassianern stößt in der Regel die größere Masse die kleinere Masse um – außer man kennt Tricks. Und manche Teilnehmerin hatte besondere Freude an der Stellung „Kopf unten, Füße oben“ (siehe Foto).

Anschließend gab es zum Jahresausklang noch einmal Pizza für alle im Jugendraum der Hassia. Highlight zum Jahresabschluss: Workout im Kraftraum am Silvestermorgen, um dann mit guten Vorsätzen ins neue Jahr und die neue Saison zu starten!

Saisonabschluss Masters – Nikolaus Regatten in Mainz und Kettwig

Traditionell schließen die Rudervereine in Rheinhessen ihre Saison beim Nikolaus Vierer in Mainz ab. Die Veranstaltung geht mittlerweile ins 32. Jahr und hat dieses Jahr die Teilnehmerzahl auf 111 Boote beschränkt.

Seit vielen Jahren ist auch der RC Hassi mit mindestens einem Boot vertreten. Dieses Jahr startete der mehrfache Medaillengewinner bei den diesjährigen World Masters, Ernst Pawlowsky, mit seinen Vereinskameraden Dirk Heller und Kai Frenzel im Renngemeinschaft mit RC Möve Grossauheim, Peter Halama und Stm. Ture Frenzel im Masters Doppelvierer 55 Jahre an.

In einem durchweg beherzten Rennen schlugen sich die vier Masters sehr gut und wurden auf der 3000 Meterstrecke 2. im 7 Boote Feld.

Nach der Nikolausregatta in Mainz fuhr der Hassia-Masters Ernst Pawlowsky gleich weiter nach Essen-Kettwig, um am nächsten Tag auch auf der dortigen Nikolausregatta zweimal an den Start zugehen.

Zuerst ging es bei leichtem Nieselregen im mixed Doppelvierer der Altersklasse F ( Mindestdurchschnittsalter 60 j. ) an den Start. Sabine Chavez von der Kettwiger RG fuhr auf Schlag sehr konstant, Ernst auf Platz 3 übernahm den Schlag und Hilko Koch vom Crefelder RC und Roswitha Wolken vom WSV Meppen saßen im Bug. Gesteuert hat Simone Haubrich vom Limburger Club für Wassersport. Die Wende nach 2 km klappte sehr gut und die Endzeit von 18:15,6 reichte nicht nur zu einem deutlichen Sieg in der eigenen Altersklasse, sondern die Mannschaft war auch schneller als alle jüngeren mixed-Masters-Doppelvierer.

Nach ausreichender Erholung für Ernst startete er dann noch zusammen mit Klaus Schuy vom Limburger CfW auf Schlag, Christoph Rademacher vom WSV Honnef und Hilko Koch im Mittelschiff im Masters-Doppelvierer der AK G ( MDA 65 J. ). Zu diesem Zeitpunkt hatte der Wind deutlich aufgefrischt und machte zusammen mit den Wellen den Ruderern das Leben auf der zweiten Streckenhälfte etwas schwerer. Trotzdem konnte die Mannschaft ihr Rennen gewinnen und war auch noch schneller als der Sieger bei den jüngeren 60-Jährigen.

So war der Saisonabschluß in Kettwig für Ernst noch einmal ein voller Erfolg!

DRV Leistungstest Dortmund – Marlon Welsch hinterlässt starken Eindruck

Am ersten Advent ging es in Dortmund zur ersten Leistungsüberwachung des Deutschen Ruderverbandes für die kommende Regattasaison 2020.

Hassia Skuller Marlon Welsch erfüllte auf dem Ergometer die Leistungskriterien des DRV mit persönlicher Bestleistung und konnte im Feld von über 30 Teilnehmern Platz 13 im Lgw Einer auf der Langstrecke errudern.

Klasse Resultate für dem 20jährigen Hassianer!